Projekt Vielfalt: Abschlussfeier und klares Statement gegen Ausgrenzung

Mitte Januar feierte das Seniorenzentrum Haus Augustinus in Sindelfingen den Abschluss seines erfolgreichen Projekts Vielfalt. Inmitten einer politisch angespannten Zeit und durch rechtspopulistische Stimmen geprägten Unsicherheiten, nehmen die Veranstalter:innen diesen Anlass wahr, um sich klar für eine vielfältige inklusive Gesellschaft auszusprechen.

Ein kleines Dankeschön für die Vielfaltsbeauftragten für ihr Engagement

Durch das Projekt Vielfalt, das vom Landkreis Böblingen mit dem Unternehmerpreis ausgezeichnet wurde, soll die Zusammenarbeit und das Verständnis von Mitarbeitenden unterschiedlicher Herkunft, Kultur- und Religionszugehörigkeit gefördert werden. Mit über 25 vertretenen Nationen in der Mitarbeiterschaft sieht das Seniorenzentrum in den vielfältigen Perspektiven und Kompetenzen der Mitarbeitenden eine Chance und Bereicherung für die Zusammenarbeit.

Neben durchgeführten Workshops, Trainings und Veranstaltungen wurden auch einige konkrete Ideen seit dem Projektstart im Frühjahr 2019 umgesetzt: beispielsweise eine Wortschatzliste und ein angepasstes Einarbeitungskonzept für neue Mitarbeiter:innen, Kommunikationskarten für Mitarbeitende mit Sprachbarrieren, ein Stimmungsbarometer für die Zusammenarbeit im Team sowie ein Mitarbeiter-Kochbuch mit vielen internationalen Rezepten. Dabei stand immer im Fokus, sich besser kennenzulernen und mögliche Vorurteile abzubauen. Das Projekt sei zwar nun zu Ende, jedoch gehe die gelebte Vielfalt, das respektvolle Miteinander, eine kultursensible Kommunikation und die persönliche Weiterentwicklung stets weiter. Um die Erfahrungen des Projekts nachhaltig im Alltag zu verankern, gibt es nun „Vielfaltsbeauftragte“, die in einem Workshop dafür vorbereitet wurden, das Thema im Blick zu behalten, zu sensibilisieren und kleine Aktionen in den Alltag einfließen zu lassen. Zudem sind sie Ansprechpartner:innen für die Kolleg:innen.

Pia Theresia Franke, Vorständin der Keppler-Stiftung, betont in ihrer Rede am Dienstag: „Für uns als Keppler Stiftung ist die gelebte Vielfalt von enormer Bedeutung und ein wichtiges Anliegen. Wir positionieren uns klar gegen Ausgrenzung und sehen in der Vielfalt eine Stärke, die unsere Organisation und Gesellschaft bereichert.“

Einrichtungsleitung Rebekka Rapp möchte auch andere Einrichtungen dazu ermutigen, den Schritt zu gehen und sich in einem organisierten Prozess mit der eigenen Vielfalt auseinanderzusetzen: „Ich glaube, dass wir alle, auch als Gesellschaft, einen besonderen Mehrwert haben, weil jede:r an einer Kultur der Offenheit und Wertschätzung für alle Menschen mitarbeitet und diese Haltung mit in das persönliche Umfeld trägt.“

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