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15.12.2011
Gottesdienste für Menschen mit Demenz
Gottesdienste für Menschen mit Demenz
Der Demenzgottesdienst in den vier Einrichtungen des Verbundes "Altenhilfe in der Region Böblingen" ist ein ganz besonderer Gottesdienst, den wir als Betreuungsassistentinnen mit Zusatzausbildung in der Seelsorge mit ganz großer Sorgfalt und intensiver Vorbereitung einmal im Monat aufs neue gestalten.
Er widmet sich unseren demenzkranken Bewohnerinnen, die nicht mehr mit traditionellen Gottesdiensten angesprochen werden können und muss deshalb intensiver vorbereitet und anders gestaltet werden.
Es ist hierbei wichtig, dass der Zusammenhang passend ist, der biblische Inhalt und der Ablauf auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Dies bedeutet, dass der Gottesdienst kurz ist, weil Menschen mit dieser Erkrankung eine sehr geringe Konzentrationsfähigkeit haben und auch die Aufmerksamkeit sehr gering ist. Mit Klängen und Düften sollen Seelen und Sinne angesprochen werden. Der Zugang zu Menschen mit Demenz wird durch Symbole erleichtert. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des Gottesdienstes und sie schaffen eine angenehme Atmosphäre. Solche Symbole sind z.B. duftende Blumen, buntes Herbstlaub, ein Kreuz, Kerzen und manche andere, der Jahreszeit und Thematik entsprechende Gegenstände. Eine thematische Ausgestaltung auf dem Altar weckt Neugier und bekommt eine besondere und festliche Bedeutung.
Wichtige Rituale in der Gestaltung des Gottesdienstes sind das Glockenläuten, als Zeichen dafür, dass der Gottesdienst beginnt und Weihrauch weckt „die Erinnerungen der Vergangenheit“ an den Gottesdienst und spricht die Sinne an. Die Gottesdienst-inhalte werden in kurzen und leicht verständlichen Sätzen formuliert. Lieder sind ebenfalls ein fester Bestandteil des Gottesdienstes. Zum Abschluss gibt es immer ein kleines Geschenk als „Erinnerungszeichen“ und einen „persönlichen Segen“ auf die Stirn. Mit unseren Gottesdienst möchten wir auf die Menschen zugehen, sie ansprechen, ihnen Augenblicke der Ruhe und des Friedens schenken. Gemeinsam können wir erleben, dass Ruhe und Entspannung während des Gottesdienstes einkehrt. Auch Tränen der Dankbarkeit und ein strahlendes Gesicht sind Zeichen dieser Atmosphäre.
Die Gottesdienste sind auch für uns immer etwas ganz Besonders und Schönes, sie sind herzerwärmend und bereichernd.
Wir geben den Bewohnern “Etwas“ und gehen aber auch als „Beschenkte“ nach Hause.
Bozena Strzalka
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